UNO-Geberkonferenz und fehlendes Geld

Das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) dokumentierte die UNO-Geberkonferenz, bei der die Vereinten Nationen (UNO) gestern Regierungsvertreter aus aller Welt um Spenden bat. Die UNO benötigt 430 Millionen Dollar zur Bewältigung der Rohingya-Krise, welche das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR als die grösste Flüchtlingskrise der vergangenen Jahre bezeichnet.

Vor der Konferenz in Genf war gerade mal ein Viertel der benötigten Summe zusammen. Seit dem Treffen sind es drei Viertel. SRF warnt jedoch, dass dies nur blosse Zahlen auf dem Papier sind. Viele Länder halten ihre Versprechen anscheinend oftmals nicht ein und bezahlen schlussendlich gar nichts oder zumindest nicht den besagten Betrag. «Wie eine UNO-Statistik zeigt, kommt für Kriseneinsätze oft weniger als die Hälfte des nötigen Geldes zusammen.»

Desinteresse und Machtpolitik

Aufgrund von Desinteresse und Machtpolitik scheint die Mobilisierung der humanitären Hilfe für die Rohingya laut SRF schwierig. «Burma und Bangladesch sind weit weg von den traditionellen westlichen Geberländern. Die reichen Golfstaaten fühlen sich weniger gefordert als bei Notlagen in der arabischen Welt. Die US-Regierung scheint kaum interessiert und Peking wiederum setzt klar auf die Machthaber in Burma und sieht die muslimische Minderheit nicht als Opfer, sondern als Auslöser der humanitären Katastrophe.»

Mangel am Nötigsten

Angesichts der mangelnden finanziellen Ressourcen und der laufenden Zuspitzung der Rohingya-Krise, bleibt die Lage für die mittlerweile über 600’000 geflohenen Rohingya in Bangladesch prekär. Täglich fliehen immer noch tausende Rohingya vor der Gewalt und Verfolgung in Myanmar nach Bangladesch. Den Geflüchteten in den Lagern in Bangladesch fehlt es laut UNHCR jedoch am Nötigsten. Zudem steigt das Risiko auf die Ausbreitung von Krankheiten und Seuchen, insbesondere unter Kindern, stetig an. Die von der UNO geforderten 430 Millionen Dollar wären also dringend nötig, um die Rohingya während den nächsten sechs Monaten ausreichend unterstützen zu können.

Die vom SRF veröffentlichten Artikel im Zusammenhang zur UNO-Geberkonferenz findest du hier:

  1. «Eine beispiellose Krise» 
  2. «Mann könnte sagen: Pech für die Rohingya»

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