Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat in ihrem Bericht mit dem Titel «My World Is Finished» (Meine Welt ist erledigt) die Gewalt gegen die Rohingya in Myanmar dokumentiert. Gemäss dem Bericht ist die Lage der Rohingya prekär.

Als Reaktion auf die Angriffe auf 30 Sicherheitskräfte am 25. August 2017 durch die Rohingya Miliz ARSA (die Arakan Rohingya Salvation Army) begann die Armee Myanmars im Norden des burmesischen Bundesstaates Rakhine Attacken und «Räumungsoperationen» gegen die gesamte Rohingya Bevölkerung durchzuführen anstatt gezielt gegen die ARSA vorzugehen. Seitdem flohen nach Angaben von Amnesty International mehr als 530 000 Rohingya in das Nachbarland Bangladesch.

Die von Al ausgewerteten Augenzeugenberichte, Satellitenaufnahmen und -daten sowie Foto- und Videonachweise belegen, dass hunderttausende Frauen, Männer und Kinder der ethnischen Gruppe der Rohingya Opfer eines grossangelegten und systematischen Angriffs geworden sind. Der englische Bericht dokumentiert eine «Vielzahl von Verbrechen gegen die Menschlichkeit wie Tötungen, Deportationen, Vertreibungen, Folter, Vergewaltigungen und sexualisierte Gewalt.» Amnesty International behauptet, dass die gezielte und organisierte grossflächige Niederbrennung von Rohingya Dörfern eine effiziente Strategie Myanmars ist, die Rohingya nachhaltig aus dem Land zu vertreiben.

Aufruf an die internationalen Gemeinschaft

«Die internationale Gemeinschaft muss dafür sorgen, dass diese rechtswidrige und verwerfliche Kampagne der ethnischen Säuberung keinen Erfolg hat. Hierzu muss die internationale Gemeinschaft Bangladesch dabei unterstützen, den dorthin geflohenen Rohingya sicheres Asyl unter angemessenen Bedingungen zu bieten. Außerdem muss Myanmar angehalten werden, das Recht auf freiwillige und würdevolle Rückkehr der Rohingya nach Myanmar zu respektieren. Darüber hinaus muss die internationale Gemeinschaft darauf dringen, dass Myanmar ein für allemal die systematische Diskriminierung der Rohingya beendet und etwas gegen die Ursachen unternimmt, die der aktuellen Notlage zugrunde liegen», sagt Tirana Hassan, Direktorin des Krisenreaktionsteams von Amnesty International.

Zusammen mit Amnesty International fordert Azadi die internationale Gemeinschaft auf, diesen rechtswidrigen Tatbestand eines Verbrechens gegen die Menschlichkeit anzuerkennen und zu beenden.

Unterschreibe hier die internationale Petition von Amnesty International gegen die systematische ethnische Diskriminierung der Rohingya.

Zugang zum Bericht «My World is Finished: Rohingya Targeted in Crimes Against Humanity in Myanmar» findest du hier.

Quelle: Amnesty International

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