Willkommen bei Azadi

Unser Verein unterstützt die Rohingya

Willkommen bei Azadi, unserem Verein zur Unter­­stützung der Rohingya

Durch den Erhalt von Spenden und Mitglieds­beiträgen unterstützt Azadi verschiedene Projekte in Malaysia — einem Haupt­aufnahmeland von Rohingya Flüchtlingen. Wir sind überzeugt, dass es die kleinen Schritte sind, welche einen Unterschied im Leben der Menschen in Not machen und zur Verbesserung ihrer Lebens­situationen beitragen.

Neben der direkten Unterstützung der Rohingya in Malaysia sowie der indirekten Unter­stützung der Rohingya in Myanmar, bildet die Sensibilisierung über die Rohingya Thematik der zweite Pfeiler von Azadi. Uns ist es wichtig, die Menschen über die jahrelange Krisen­situation der Rohingya zu informieren.

Wer sind die Rohingya?

Die Rohingya sind Angehörige einer religiösen und ethnischen Minderheit, beheimatet in der Rakhine Provinz im Westen Myanmars (ehemaliges Burma) und an der Grenze zu Bangladesch.

Durch das 1982 eingeführte Staatsbürgerrecht, welches den Rohingya die Staatsangehörigkeit Myanmars verweigert, wurden die Rohingya offiziell staatenlos. Laut den Vereinten Nationen (UNO) sind die Rohingya eine der «am stärksten verfolgte Minderheit der Welt» und leben oft in Armut.

Die Aberkennung der Staatsbürgerschaft resultiert in der Einsperrung der Rohingya in Militärlager, der Verweigerung ihres Rechts auf Bewegungsfreiheit, Heirat und Kinder sowie des Zugangs zu Bildung, Erwerbstätigkeit und medizinischer Versorgung.

Während die Welt das Ende der Militärdiktatur im Jahre 2011 in Myanmar feiert und kontinuierlich in das Land investiert, scheint sich die Situation des jahrzehntelang unterdrückten Volkes der Rohingya von Tag zu Tag zu verschlimmern. Bis heute erkennt die neue Regierung in Myanmar die Rohingya nicht als Staatsbürger an. Sie behauptet, dass die Rohingya illegale Flüchtlinge aus dem muslimischen Nachbarland Bangladesch sind. Dies jedoch wird von den Rohingya sowie Menschenrechts- und Nichtregierungsorganisationen vehement zurückgewiesen.

Bereits seit Jahrzehnten und insbesondere seit den Konfliktausbrüchen in den Jahren 2012 und 2016 ist die Lage der Rohingya prekär. Ihre Situation hat sich seit der erneuten Gewalteskalation Ende August 2017 nochmals vehement verschlechtert. Mehr als eine halbe Million der im burmesischen Rakhine-Staat lebenden Rohingya Bevölkerung hat ihre Heimatdörfer aus Angst vor den brutalen Repressionen, mit welchen die Regierung Myanmars auf die von einigen Rohingya Militanten ausgeübte Anschlagsserie auf Sicherheitskräfte am 25. August 2017 reagiert, verlassen und im Nachbarland Bangladesch Zuflucht gesucht. Die UNO bezeichnet die aktuelle Vertreibung der Rohingya als die grösste Flüchtlingskrise der vergangenen Jahre.

Geprägt von der Flucht vor jahrzehntelanger Verfolgung und Armut in ihrem Heimatland, sind die Rohingya auch in vielen der Zufluchtsländer nicht erwünscht. In Malaysia, einem Hauptzufluchtsland von Rohingya Flüchtlingen, werden die Rohingya vom Staat zwar toleriert, jedoch nicht als Flüchtlinge anerkannt. Dies bedeutet, dass sie in ständiger Angst vor Polizeikontrollen leben, offiziell nicht arbeiten dürfen und die Kinder keinen Zugang zu öffentlicher Bildung haben. Aufgrund ihrer fehlenden rechtlichen Anerkennung durch den malaysischen Staat sowie ihrer finanziellen Misslage haben die Rohingya in Malaysia zudem nur eingeschränkten Zugang zu medizinischer Versorgung.

Lokales Engagement

Bildung

Viele der Rohingya in Malaysia sind der Ansicht, dass die jahrzehntelange Verwehrung des Rechts auf Bildung und ihre starke Isolierung Hauptursachen für ihre bestehende Misslage sind. Sie sind der Meinung, dass Bildung der Schlüssel zum Empowerment (Bemächtigung) der Rohingya ist. Wir teilen diese Gedanken und sind überzeugt, dass es den Kindern durch den Zugang zu Bildung ermöglicht wird, in Würde zu leben, ihre eigenen Gemeinschaften aktiv zu unterstützen und ihre Rechte aufrechtzuerhalten, um dadurch einen positiven Beitrag zur Gesellschaft im Allgemeinen zu leisten. Zudem sind wir der Meinung, dass Bildung ein grundlegendes Menschenrecht ist.

Bislang unterstützt Azadi verschiedene Rohingya Schulprojekte in Malaysia durch freiwilliges Unterrichten, die Organisation von Schulausflügen und durch materielle und finanzielle Spenden. Da es Flüchtlingskindern in Malaysia per Gesetz nicht erlaubt ist, staatliche Schulen zu besuchen, treten viele der Kinder informellen Flüchtlingsschulen bei. Diese Schulen werden oftmals von den Flüchtlingsgemeinschaften selbst aufgebaut und sind deshalb abhängig von externer finanzieller Unterstützung durch nichtstaatliche Organisationen. In der Regel sind diese Gelder jedoch unzureichend. Dadurch sind die Schulen oft schlecht ausgestattet und halten sich nur mit Mühe und Not über Wasser.

Familienplanung

Der Mehrheit der Rohingya Flüchtlingen in Malaysia mangelt es an Zugang zur Gesundheits­versorgung aufgrund von fehlenden Identitätspapieren und/oder unzureichenden finanziellen Mitteln. Folglich ist das Wissen über die reproduktive Gesundheit und die Möglichkeiten zur Beschaffung von Verhütungsmitteln begrenzt. Dazu kommt, dass die Familien oftmals nicht das Geld besitzen, für die entsprechenden medizinischen Dienstleistungen aufzukommen. Viele der Rohingya Familien in Malaysia haben mindestens fünf Kinder, obwohl ihr kleines Einkommen selten genügt, um alle Kinder ausreichend zu versorgen. Auf Fragen in Zusammenhang mit ihrer wirtschaftlichen Unsicherheit, äussern die Rohingya oftmals, dass sie keine weiteren Kinder haben möchten.

Vor dem Hintergrund dieser Problematik und da in Malaysia bislang keine Organisation umfängliche Outreach Arbeit zum Thema Fortpflanzungsgesundheit für Flüchtlinge leistet, empfindet Azadi es als wichtig, sich in diesem Bereich zu engagieren.

Im Februar 2017 hat Azadi in Zusammenarbeit mit der malaysischen Menschenrechts­organisation Tenaganita eine zweitägige Veranstaltung zu den Themen ‚reproduktive Gesundheit‘ und ‚Familienplanung‘ in Kuala Lumpur (Malaysia) für 22 Rohingya Frauen und 13 Rohingya Männer organisiert und durchgeführt. Das Ziel dieser Veranstaltung war es, Aufklärungsarbeit zu leisten und das Bewusstsein über die Wichtigkeit der reproduktiven Gesundheit zu fördern, um die Fortpflanzungs­­gesundheit der Rohingya zu verbessern.

Notfälle

Neben den längerfristig geplanten Projekten leistet Azadi sporadisch Hilfe bei akuten Notfällen. Diese beinhalten insbesondere medizinische Notfälle und Essenssicherung. Da Azadi’s Hauptfokus auf der Präventionsarbeit liegt, werden maximal 10 Prozent des Jahresbudgets für Notfälle ausgegeben.

Sensibilisierung

Einerseits unterstützt Azadi Rohingya Flüchtlinge in Malaysia. Der zweite Pfeiler von Azadi bildet die Sensibilisierung der breiten Masse über die langandauernde Notlage, in welcher sich viele der Rohingya in Myanmar und anderen Zufluchtsländern befinden. Dies war bis anhin besonders relevant, da speziell die westlichen Medien und Regierungen die Thematik der Rohingya bis zur erneuten Gewalteskalation Ende August 2017 stark vernachlässigten und meist sogar ignorierten. Um auf die problematische Situation aufmerksam zu machen, organisiert Azadi verschiedene Events wie Filmvorführungen und Informationsveranstaltungen.

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Über uns

Azadi wurde im Oktober 2016 von vier jungen Oberwalliser/-innen in der Schweiz gegründet. Wir agieren mit der Überzeugung, dass es die langfristig geplanten Projekte sind, welche auf die Dauer zur Verbesserung der Lebensumstände einiger Rohingya Gemeinschaften beitragen können. Die Leitung des Azadi Unterstützungsvereins in der Schweiz basiert auf freiwilligem Engagement.

Der Begriff Azadi (آزادی) bedeutet ‘Freiheit’ in der Sprache der Rohingya und stammt ursprünglich vom Persischen ab. Im Zusammenhang mit Aktivismus wird das Wort oft als ‘Revolution’ und ‘Befreiung’ übersetzt.

Die Namensgebung unseres Vereins geht auf die Schilderung von Adil (Rohingya, 25 Jahre alt, lebt in Malaysia) zurück. Auf die Frage, was denn typisch für die Kultur oder die Gesellschaft der Rohingya sei, schildert Adil das Symbol einer in Richtung Himmel strebenden Hand, die von einer anderen Hand gehindert und heruntergezogen wird.

Die nach oben strebende Hand symbolisiert das Verlangen der Rohingya nach Freiheit, Selbstverwirklichung und Würde. Die blockierende Hand illustriert die Institutionen und Akteure, welche die Rohingya seit Jahrzehnten daran hindern, dies zu erreichen. Hinzu kommt, dass diese zweite ‘Hand’ nicht nur hemmend ist, sondern auch höchst gewalttätig. Laut den Vereinten Nationen sind die Rohingya eine der am meisten verfolgten Minderheiten weltweit.

Wir als Verein wünschen uns für die Rohingya, dass sie eines Tages Azadi – ihre Freiheit – erreichen werden. Mit Freiheit meinen wir diejenige Freiheit, welche es den Rohingya ermöglichen wird, ihre Stimme zu heben und die Anerkennung ihrer Rechte einzufordern, damit sie sich selbst verwirklichen und ihr Leben würdevoll leben können. Azadi will die Rohingya bei ihrer Bemühung auf ein Leben in Würde unterstützen.

Azadi ist nicht profitorientiert und agiert politisch als auch religiös neutral.